- Auf einen Blick
- Lohnt sich, wenn
- Weniger lohnend, wenn
- Wo genau befindet sich der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee?
- Wie funktionierte der Wasserturm (und warum wurde er gebaut)?
- Der Turm als Attraktion – schon vor über 100 Jahren
- Warum sieht der Turm wie eine Burg aus?
- Details, auf die du achten solltest
- Der Turm im Krieg und danach
- Was ist heute dort?
- Lohnt sich ein kurzer Besuch?
- Ist der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee für Besucher geöffnet?
- Wo genau befindet sich der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee?
- Wie hoch ist der Wasserturm Borek?
- Wann wurde der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee gebaut?
- Gab es früher eine Aussichtsplattform im Wasserturm?
- Was konnte man bei gutem Wetter vom Turm aus sehen?
- Wozu diente der Wasserturm im Stadtteil Borek?
- Hat der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee den Krieg überstanden?
- Lohnt es sich, den Wasserturm von außen anzusehen?
- Gibt es im Turm ein Restaurant?
Der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee in Breslau ist eines der auffälligsten Bauwerke im Stadtteil Krzyki – ein ehemaliges Element der Wasserversorgung, das eher wie eine kleine Burg wirkt und heute hauptsächlich als Restaurant- und Eventlocation dient. Die Geschichte ist spannend und das Gebäude macht von außen Eindruck, aber es ist keine klassische Sehenswürdigkeit zum Besichtigen – eher ein kurzer Stopp „auf dem Weg“ oder ein Ziel für ein Abendessen als ein Hauptpunkt im Tagesplan.
Auf einen Blick
- Lage: Wiśniowa-Allee (Mittelstreifen zwischen den Fahrbahnen), offiziell: Sudecka 125A
- Stadtteil: Krzyki (Borek)
- Höhe: 62 m
- Bauzeit: 1904–1905 (für Besucher geöffnet ab 1906)
- Architekt: Karl Klimm
- Ursprüngliche Funktion: Wasserturm (Druckausgleich im Wassernetz)
- Heute: Restaurant / Eventlocation
- Besichtigung: kein freier Zugang für Touristen
Lohnt sich, wenn
Weniger lohnend, wenn
Wo genau befindet sich der Wasserturm an der Wiśniowa-Allee?
Das ist einer dieser Orte, die etwas verwirrend sein können. Die offizielle Adresse lautet Sudecka 125A, tatsächlich steht der Turm aber auf dem Mittelstreifen der Wiśniowa-Allee, an der Kreuzung mit der Sudecka-Straße.
Wenn du mit dem Auto unterwegs bist, wirst du ihn sofort sehen – er ragt deutlich aus der Umgebung heraus. Zu Fuß erreichst du ihn am besten von der Wohnbebauung auf der Krzyki-Seite, da der Zugang direkt von der Allee eingeschränkt ist.
Wie funktionierte der Wasserturm (und warum wurde er gebaut)?
Der Turm war kein dekoratives Bauwerk, sondern Teil der städtischen Infrastruktur. Er diente dazu, den Wasserdruck im Versorgungsnetz im südlichen Teil von Breslau auszugleichen.
Im Prinzip lief das so:
- Wasser wurde in einen hochgelegenen Tank gepumpt
- anschließend durch Schwerkraft in die Gebäude verteilt
- dadurch blieb der Druck unabhängig vom Verbrauch stabil
Der Tank befand sich im oberen Teil des Turms und wurde von 9 massiven Pfeilern getragen, die bis heute am meisten Eindruck machen, wenn man direkt darunter steht.
Der Turm als Attraktion – schon vor über 100 Jahren
Interessant ist, dass der Turm von Anfang an nicht nur technisch gedacht war. Bereits im Entwurf von 1903 war eine Aussichtsplattform vorgesehen.
In etwa 42 Metern Höhe befand sich eine Galerie, die man mit einem elektrischen Aufzug erreichen konnte – für die damalige Zeit etwas Besonderes.
Der Eintritt kostete 10 Pfennige, und bei guter Sicht wurde oben eine rote Flagge gehisst.
Bei klarem Wetter konnte man sehen:
- die gesamte Stadt Breslau
- den Berg Ślęża (ca. 30 km)
- und sogar das Riesengebirge (ca. 100 km)
Heute klingt das fast wie Werbung, aber damals war es eine der interessanteren Aussichtsmöglichkeiten der Stadt.
Warum sieht der Turm wie eine Burg aus?
Das war beabsichtigt. Karl Klimm entwarf das Gebäude im historistischen Stil und kombinierte:
- neugotische Elemente (Bögen, Proportionen)
- neoromanische Formen
- Jugendstil-Dekorationen
Dadurch wirkt der Turm eher wie eine kleine Festung als wie ein technisches Bauwerk.
In den unteren Etagen befanden sich früher Dienstwohnungen für das Personal, und das gesamte Gebäude wurde aus Klinkerziegeln errichtet, was seinen massiven, robusten Charakter zusätzlich betont.
Details, auf die du achten solltest
Wenn du schon hier bist, lohnt es sich, ein paar Details genauer anzusehen, die man leicht übersieht:
- Skulpturen mit Wassermotiven (Triton und Nymphe)
- dekorative Tafeln mit Wasserwesen
- die massiven Pfeiler, die den oberen Teil tragen
- den seitlichen Turm, in dem sich der Aufzug befand
Gerade diese Details machen den Unterschied – aus der Ferne ist es einfach ein „schöner Turm“, aus der Nähe sieht man, wie viel Arbeit in die Gestaltung geflossen ist.
Der Turm im Krieg und danach
Während der Belagerung von Festung Breslau im Jahr 1945 wurde der Turm als Beobachtungs- und Feuerleitpunkt genutzt. Er überstand den Krieg ohne größere Schäden.
Nach dem Krieg verlor er allmählich seine touristische Bedeutung, blieb aber bis Mitte der 1980er Jahre Teil des Wasserversorgungssystems.
Viele Jahre lang wurde er weder renoviert noch besonders genutzt.
Was ist heute dort?
Ende der 1990er Jahre wurde der Turm verkauft und zu einem gastronomischen Komplex umgebaut.
Heute findest du dort:
- ein Restaurant
- Veranstaltungs- und Banketträume
- teilweise umgestaltete Innenräume des ehemaligen Turms
Wichtig: Es handelt sich nicht um eine frei zugängliche Sehenswürdigkeit. Du kannst nicht einfach wie in ein Museum hineingehen – der Zugang hängt von Veranstaltungen oder Reservierungen ab.
Lohnt sich ein kurzer Besuch?
Ja – aber mit den richtigen Erwartungen.
Das ist kein Ort, an dem man viel Zeit verbringt. Eher:
- ein kurzer Stopp beim Spaziergang durch Krzyki
- ein guter Ort für Fotos (vor allem von der Straße aus)
- oder ein Ziel, wenn du hier essen gehen willst
Am beeindruckendsten ist der Blick von unten, direkt unter den Pfeilern – dort spürt man wirklich die Größe der Konstruktion.








